Alle Schüler an unserer Schule durchlaufen in der Regel eine vierjährige Unterstufe, eine zweijährige Mittelstufe, eine dreijährige Oberstufe und eine dreijährige Werk- bzw. Berufsschulstufe.

Um die Qualität der Bildungs- und Erziehungsarbeit zu sichern, werden in jeder Stufe andere Prioritäten gesetzt. Daraus ergeben sich Aktivitäten und Lernvorhaben, die alters- und entwicklungsspezifisch und somit stufenbezogen sind.

Unterstufe

Der Übergang vom Kindergarten bzw. vom Elternhaus in die Schule erfordert von den Kindern die Einstellung auf vielfältige Veränderungen und zahlreiche neue Reize. Die zeitlich und inhaltlich zunächst unbekannte Strukturierung des Vormittages sowie schulische Verhaltens- und Arbeitsweisen werden schrittweise eingeführt. Besondere Aufmerksamkeit kommt der Wahrnehmungsförderung zu.

Mittelstufe

Die in der Unterstufe erworbenen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse sowie eingeübte Verhaltensweisen werden, unter Berücksichtigung der Altersgemäßheit, in der Mittelstufe gefestigt und fortgeführt. Die weitestgehende Selbständigkeit der Schüler hinsichtlich der täglich wiederkehrenden Verrichtungen zur Versorgung der eigenen Person wird angestrebt. Ein angemessener Umgang mit Materialien und Gegenständen aus dem unmittelbaren Erfahrungsbereich der Schüler soll erreicht werden. Auch das soziale Lernen, sprich der Umgang mit anderen Personen, spielt eine große Rolle.

Die Schüler lernen, Signalen und Symbolen Informationen zu entnehmen. Sie erwerben bei hinreichenden Fähigkeiten die Schriftsprache, um damit ihre individuellen Ausdrucks- und Kommunikationsmöglichkeiten zu erweitern. In der Regel werden sie zu verbaler Kommunikation durch Verwendung einfacher Satzmuster befähigt. Vorhandene Kenntnisse über Mengen und Zahlen werden weiterentwickelt.

Oberstufe

Alle Erfahrungen und Fähigkeiten, die die Schüler in der Mittelstufe erworben haben, sollen unter Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen eines jeden Schülers gefestigt und weiterentwickelt werden.

Unter Beachtung der körperlichen und kognitiven Möglichkeiten der Schüler wird eine größtmögliche Selbständigkeit in allen Lebensbereichen angestrebt. Die Erweiterung der Fähigkeiten in der Selbstversorgung sowie der sozialen, kommunikativen, schriftsprachlichen und mathematischen Handlungskompetenz sind dabei wesentlich. Das gemeinsame Lernen sowie das Lernen im klassenübergreifenden Unterricht spielen dabei eine große Rolle.

Werk- / Berufsschulstufe

Die Werkstufe hat die Aufgabe, den Jugendlichen mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung eine umfassende Vorbereitung für ihr Leben als Erwachsenen anzubieten. Dazu dienen die Lernbereiche Wohnen, Arbeit, Freizeit, Partnerschaft und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Werkstufe versteht sich als Nahtstelle zwischen allgemeiner und beruflicher Bildung. Die Schüler in dieser Stufe befinden sich in einer Lebensphase, die durch den Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen gekennzeichnet ist.

Ziel der Werkstufe ist es, den Schülern Handlungsfähigkeiten für die Situationen zu vermitteln, die sie als Erwachsene zu bewältigen haben. Unterricht und Erziehung soll den Schülern helfen, ein sinnerfülltes Leben in weitestgehender Selbständigkeit führen zu können.